SchimpFink

Schimp mol Wedder

Hamburger von der besonderen Seite zwischen Elbe und Ebbe / Sonne und Flut

Die Hamburger Schimpfkultur „up Platt un mannich Snacks bobentoo“ = Schimpfen auf plattdeutsch / hochdeutsch mit Charakter, zum Wetter und zur Klimakrise, mit Erklärungen, Illustrationen und etlichen Sprüchen dazu. Zum Schimpfen gibt's massenhaftige Gelegenheiten: mal berechtigt, mal unberechtigt, immerzu, über alltägliches, zuviel Arbeit, unsere Bagaluten, die Nachbarn, natürlich über das Wetter und besonders zur Klimakrise.

Alle Schimpfworte sind auf Platt aus Hamburg Finkenwerder, aber mit den hochdeutschen Erklärungen dazu. Bei der ursprünglich zweiten deutschen Sprache könnte dieses wichtig werden (ich selbst kann leider nur wenig das originale Plattdeutsch sprechen). Einige Wörter sind im allgemeinen norddeutschen Plattdeutsch und eventuell im Hamburger Missingsch. Hinweise zur Finkenwerder Schreibweise und Aussprache vom Finkwarder Platt sind im … Wörterbuch Platt

Die Erklärungen dazu sind hier sachlich gehalten, aber viele Kommentare, Anmerkungen, Zitate, Dialoge, Sprüche und Illustrationen sind persönliche Meinungen und Stellungsnahmen. Schon die startende Klimakrise lädt zum Schimpfen ein: wir Menschen stehen nicht über der Natur, sondern sind ein Teil davon. … Schimp mol Wedder = schimpf mal wieder (hier groß geschrieben: das Wetter), mal aus Ärger, oder über sich selbst und weniger über die Anderen!

Die Sammlung wird bald komplett als Taschenbuch herausgegeben, — es kommen dann noch weitere Döntjes, Zitate, Erklärungen, Illustrationen und Kritisches zur Klimakrise dazu. Für passende Beiträge und Spenden sind wir dankbar.

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Fast jeder kennt den Dreckspatz, manche Twitter, viele den Schmutzfink und …

jetzt kommt der Hamburger SchimpFink. … Keine Bange, er ist nicht gefährlich, sondern kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Geschimpft wird schon immer, in allen Sprachen und den entscheidenen Gremien, viel besser noch auf Platt … also legen wir mal los:

Bagalut … Flegel, Rüpel,

< Äbär … Storch, langer Kerl …

Puttfarken = unsaubere Person, Ferkel, …

Sabbelputt … Schwätzer, wörtlich: Redetopf / Redner(in)

© Illustrationen: Dolfi, Texte und Design: Sago, > siehe Kontakt

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Erste Kostproben mit Illustrationen, Texten und Zitaten sind auf den Seiten A-Z

A_ B _CD_ E_ F_ G_ H_ I J_ K_ L_ M_ N_ O_ P_ Q_ R_ S_ T_ UVW_ XYZ

Unterschieden wird in fünf Schimpf-Gruppen: • Aussehen, • Eigenschaften, • Emotionen, • Tätigkeiten, • Verhalten
… aber diese Seite entsteht gerade neu und ist noch nicht vollständig! Eine Vorauswahl kann jetzt schon sein.

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Über andere schlecht reden ???

‚Lästern gehört sich nicht‘ haben wir schon als Kind gelernt. Und trotzdem tun wir es. Oft reden wir sogar über Leute schlecht, die wir garnicht kennen und gegen die wir im Grunde nichts haben. Warum ist das so und wie kommen wir raus aus der Lästerfalle?

Abhilfe gegen Tratsch schafft ein einfacher Trick: indem der Lästerer gefragt wird: „Warum erzählst du mir das?“ Will es jemand dennoch nicht lassen, schlecht über andere zu reden, sollte man sein Unbehagen offen aussprechen. Das kann man durchaus diplomatisch anstellen, zum Beispiel indem man sagt: „Das solltest du lieber mit xy direkt besprechen.“ Und wenn man selbst Opfer der Lästerattacken ist? Gleiches mit Gleichem zu vergelten, ist keine gute Idee. Besser ist es, das Lästermaul offen zu fragen, welche Probleme es gibt und man dieses nicht lieber von Angesicht zu Angesicht besprechen sollte. In den meisten Fällen nimmt eine derart direkte Konfrontation dem Gegenüber schnell den Wind aus den Segeln.

Hier geht's um die Sprache mit Humor!

Leben und leben lassen sollte das Motto sein – ob bei der Arbeit, der Ausbildung, in der Schule, Uni, oder privat in der Freizeit. Schimpfen und Lästern ist nicht nett, erfüllt aber Funktionen – das ist klar, denn sonst würde es keiner tun. Klatsch und Tratsch schafft ein Wir-Gefühl und kann Vertrauen zeigen. Berechtiges Schimpfen kann sogar einen Unterhaltungswert haben und Spass bringen. Beim sozialen Umgang und vor allem in den ‚Sozialen Medien‘ des Internets sollte jedoch drei mal überlegt werden, ob es sein muss. Diese Website soll fast vergessene und oft witzige Begriffe aus Hamburg in Erinnerung bringen.

Lästermäuler gibt es fast überall, aber Mobbing ist eine üble Angelegenheit. Bitte bedenken Sie, dass Schimpf und Tratsch auch zur Anzeige wegen Beleidigung, oder „Übler Nachrede“ führen kann – also bitte, auch wenn's schwer fällt, vorsichtig sein! So und jetzt frohes Entdecken von Schimpfworten auf Platt und einfach mal losweddern – Gründe gibt's genug.

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Beliebte Nachsilben / End-Begriffe beim Schimpfen (Suffixe):

boart, Boart = Bart

büx, Büx = Hose

gatt, Gatt = Arsch, Hintern, Oese (seemännisch), Loch usw.

katt, Katt = Katze

kirdl, Kirdl = Kerl, Mann

kupp, Kupp = Kopf

liese, peeter. = Liese (Elisabeth), Peter und andere Namen

muul, Muul = Maul

op, Op = Affe

pack, –volk, = Gesindel, Pack, Pöbel 

putt, Putt = Topf

schieter, Schieter = Scheißer, urspr. Kosewort für Säugling

snut, Snut = Schnauze, Mund (positiv und negativ)

tüch, Tüch = Zeug, Tuch, Kleidung, Art, Gruppe

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